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Die Festung Dobrošov (Pevnost Dobrošov) war als Festungsbauwerk Teil des tschechoslowakischen Walls in Dobrošov bei Náchod, welcher vor einem befürchteten Angriff der Wehrmacht nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten schützen sollte. Die unvollendete Festung ist seit 1995 Nationales Kulturdenkmal der Tschechischen Republik.

Die Aufrüstung der Wehrmacht durch Adolf Hitler nach 1933 stellte für den tschechoslowakischen Staat eine ernste Bedrohung dar. Der tschechoslowakischen Regierung war bewusst, dass sie ohne bauliche Verteidigungsanlagen nicht in der Lage wäre, die Staatsgrenzen und die Bevölkerung zu schützen. Dies gab den Anlass, ab 1935 den Tschechoslowakischen Schutzwall zu errichten.

Baubeginn der Festung Dobrošov war der 13. September 1937. Hier waren im Drei-Schicht-Betrieb bis zu 490 Arbeiter beschäftigt. Das gesamte Bauwerk sollte 33.557.057,80 Tschechoslowakische Kronen kosten und Platz für eine Mannschaft von 571 Personen bieten. Frauen war der Zutritt auf die Anlage untersagt. Für den Bau der Festung wurde nach einer Ausschreibung das Prager Unternehmen Dr. Kapsa & Müller beauftragt.

Aufgrund des Münchner Abkommens im Jahr 1938 legten die Bauarbeiter ihre Arbeit ohne Fertigstellung der Festung vollständig nieder.[1] Weil die Stadt Náchod jedoch nicht zum Geltungsbereich des Münchner Abkommens (Sudetengebiet) zählte, kam die Festung selbst erst nach der „Zerschlagung der Rest-Tschechei“ in der Zeit des Protektorats Böhmen und Mähren während der Jahre 1939 bis 1945 unter deutsche Verwaltung. In dieser Besatzungszeit wurde die Festung zu Propaganda- und Testzwecken verwendet. Nach der Wiederherstellung der Tschechoslowakei im Jahr 1945 ging die Festung an die tschechoslowakische Armee über. Diese übergab im Jahr 1968 die Festung Dobrošov für Museumszweckean den Staat.

1969 eröffnete man für Besucher das Museum und die Festung. Seither befindet sich dort eine Ausstellung über die tschechoslowakischen Grenzbefestigungen. Später kam eine weitere über den Zweiten Weltkrieg hinzu.

Das Objekt liegt auf einer Höhe von etwa 600 m n.m. über der gleichnamigen Gemeinde Dobrošov. Die Gänge der Festung sind insgesamt 1750 m lang. Die meisten Gänge und Anlagen sind mit Sicherungen aus Stahl gestützt und nicht ausgestattet. Neben zahlreichen kleineren Bunkern, wie dem LB 37, die in Serie produziert worden sind, gibt es auch sieben große Hauptobjekte. Die drei großen vollendeten Bunker der Anlage nennen sich „Můstek“, „Jeřáb“ und „Zelený“. Unterirdisch befanden sich eine Kaserne mit Lazarett, Büroräume, Maschinenräume, Filter- und Belüftungsanlagen, Munitionslager und Arbeitsräume zur Befüllung leerer Patronenhülsen. Gefährdete Räume wie die Munitionslager und Arbeitsräume waren räumlich getrennt und besonders gesichert, um eine unbeabsichtigte Selbstzerstörung der Anlage zu verhindern.

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